Teil 1 · Warum es sich falsch anfühlt
Auf deinem Konto liegt mehr Geld als je zuvor. Und statt Zufriedenheit stellt sich ein ungutes Gefühl ein.
Du willst aktiv werden, weißt aber nicht, wie? Dann nimm dir zwanzig Minuten Zeit. Ich führe dich Schritt für Schritt durch alles, was du dafür verstehen musst. Am Ende hast du einen klaren Plan – und gute Gründe, gelassen zu sein.
Du hast über Jahrzehnte solide gewirtschaftet. Das Haus ist abbezahlt, die Kinder sind versorgt, vielleicht kam eine Erbschaft hinzu. Nun liegt dort eine erhebliche Summe – und die Methode, die du dein Leben lang kanntest, das verzinste Sparen bei der Bank, trägt nicht mehr.
Damit bist du nicht allein. Und es liegt nicht an dir.
Ich bin Philipp. Ich habe Betriebswirtschaft studiert und mir früh eine Frage gestellt, die sich die meisten erst spät stellen: Reicht mein Geld, wenn ich einmal nicht mehr arbeite? Vor rund fünfzehn Jahren habe ich begonnen, mich intensiv mit dem Aufbau von Vermögen zu befassen – und nach genau den Prinzipien zu investieren, die du auf dieser Seite kennenlernst. Sie haben mir über die Jahre ein solides sechsstelliges Depot aufgebaut.
Seitdem höre ich aus meinem Umfeld immer wieder dieselbe Frage – von Eltern, Verwandten, Bekannten: „Bei mir liegen 250.000 € auf dem Konto. Was mache ich damit?“ Diese Gespräche haben mir zwei Dinge gezeigt: wie viele Menschen diese Frage mit sich herumtragen. Und wie einfach die Antwort sein kann, wenn sie einem in Ruhe erklärt wird.
Zwei Dinge sollst du vorab wissen. Ich bin kein Finanzberater und verkaufe keine Finanzprodukte – das darf ich nicht, und das will ich auch nicht. Und: In diese Seite fließt Arbeit, deshalb verdient sie an einzelnen, klar gekennzeichneten Stellen Geld. Aber niemals versteckt. Wo das geschieht, steht es offen dabei.
Woher stammt das Geld, um das es geht?
Und um welche Größenordnung geht es ungefähr?
Diese Angaben bleiben auf deinem Gerät und werden nicht übertragen. Sie dienen ausschließlich dazu, die folgenden Beispiele mit deinen Zahlen zu rechnen.
Station 1
Es liegt nicht an dir
Sparbuch, Bausparvertrag, Festgeld – über Jahrzehnte war das eine vernünftige Entscheidung. In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren brachte selbst das einfache Sparbuch vier bis fünf Prozent Zinsen, Festgeld und Sparbriefe deutlich mehr. Vermögen wuchs verlässlich, ohne dass man sich damit befassen musste.
Diese Zeit ist vorbei – nicht, weil du etwas versäumt hättest, sondern weil sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert haben. Die Methode, auf die sich eine ganze Generation verlassen konnte, funktioniert nicht mehr.
Nur offen gesagt hat dir das niemand. Am wenigsten die Institute, für die geduldige Sparer ein verlässliches Geschäft sind.
Zinsen auf Spareinlagen in Deutschland, 1970 bis heute (Jahresdurchschnitte)
Die Methode einer ganzen Generation – und ihr stilles Ende.
Quelle: Deutsche Bundesbank – bis 2002 Bundesbank-Zinsstatistik, Spareinlagen mit Mindest-/Grundverzinsung („Spareckzins“, BBIB1); ab 2003 MFI-Zinsstatistik, Einlagen privater Haushalte mit Kündigungsfrist bis 3 Monate (SUD105). Echte Jahresdurchschnitte der Monatswerte.
Station 2
Was mit deinem Geld geschieht, während es „sicher“ liegt
Eine ehrliche Betrachtung zeigt beide Risiken. Über das Risiko der Börse wird viel gesprochen. Über das Risiko des Kontos dagegen selten: die Inflation.
Bei zwei bis drei Prozent Geldentwertung verliert ein unverzinstes Guthaben Jahr für Jahr an Kaufkraft – gleichmäßig und ohne dass es auf einem Kontoauszug sichtbar würde.
Was deine 150.000 € auf dem Konto real noch wert sind (bei 2,5 % Inflation)
Kein Kurseinbruch. Kein Fehler. Nur Zeit. — Verschiebe oben den Regler: Die Kurve rechnet mit deiner Zahl.
Diese Rechnung habe ich zum ersten Mal mit meinem Onkel gemacht. Ihm war überhaupt nicht bewusst, was da leise verschwindet – er war ehrlich baff.
Station 3
Deine Erfahrungen sprechen nicht gegen das Investieren
Vielleicht hast du eigene Erfahrungen gemacht, die dagegen zu sprechen scheinen. Oder du kennst jemanden, bei dem es schiefging. Diese Erfahrungen sind real – aber sie belegen etwas anderes, als es scheint.
Alle vier Sätze habe ich genau so schon in Gesprächen gehört – teils wortwörtlich.
Welche Erfahrung hat dich am meisten geprägt?
Auch diese Auswahl bleibt auf deinem Gerät.
Du hast keine schlechten Erfahrungen mit dem Investieren gemacht. Du hast schlechte Erfahrungen mit vermeidbaren Fehlern gemacht: Konzentration auf einzelne Papiere, teure Produkte, Verkauf in der Krise. Alle drei lassen sich systematisch ausschließen.
Genau das ist der nächste Schritt.
Ende von Teil 1
Teil 2: Was zu tun ist
Streuung statt Einzelwetten. Das Töpfe-Prinzip, mit dem du nie verkaufen musst. Der Plan für die nächste Krise. Und am Ende: dein Plan in drei Schritten.
Kostenlos, wie Teil 1. Kein Konto, keine Anmeldung.